„Die länderübergreifende Zusammenarbeit auf dem IT-Sektor muss verstärkt werden. Dies gilt für eine sichere Kommunikationsinfrastruktur wie auch für fachspezifische und fachübergreifende Datenaustauschformate im Rahmen einer Standardisierung. Deshalb nimmt ab 1. April der IT-Planungsrat seine Arbeit als neues Steuerungsgremium der Bund-Länder-Zusammenarbeit im Bereich Informationstechnik und eGovernment seine Arbeit auf“, kündigte Finanzstaatssekretär Franz Josef Pschierer, der IT-Beauftragte Bayerns, anlässlich eines Fortbildungsseminars in St. Quirin am Freitag (29.1.) an.
Die Zusammenarbeit spiegle sich nach den Worten von Pschierer insbesondere bei den Projekten im Rahmen der Initiative Deutschland-Online wider. So gewährleiste eine deutschlandweit abgestimmte und sichere Kommunikationsinfrastruktur in Form eines Verbindungsnetzes für Bund, Länder und Kommunen die Anbindung der deutschen Verwaltung an europäische Strukturen. Für die deutschlandweite Interoperabilität elektronischer Verwaltungsprozesse seien fachspezifische und fachübergreifende Datenaustauschformate zu standardisieren. Im Projekt Kfz-Wesen, in dem unter anderem Bayern Pilotland sei, sollen etwa die Registrierungsprozesse von Fahrzeugen möglichst durchgängig online ausgeführt werden können. Beim Projekt Personenstandswesen habe Bayern die Federführung inne. Hier sollen die Abläufe in den Standesämtern deutschlandweit wesentlich vereinfacht werden. „Die umfangreichen und komplexen eGovernment-Vorhaben müssen im Interesse aller Beteiligten zum Erfolg führen“, betonte Pschierer. Im Zuge des gelebten Föderalismus soll daher in einem „Wettbewerb der Ideen“ zusammengearbeitet werden. Damit könnten alle Seiten voneinander profitieren.