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Vom Münchner Pfennig zum Euro
Bayerisches Hauptmünzamt

Foyer des Bayerischen Staatsministerium der FinanzenDas Bayerische Hauptmünzamt ist eine der fünf deutschen staatlichen Prägestätten. Es ist dem Bayerischen Staatsministerium der Finanzen unmittelbar unterstellt. Seine Aufgaben umfassen die Prägung von Umlaufmünzen und Sammlermünzen im Auftrag des Bundes nach Maßgabe des Münzgesetzes und die Herstellung von bayerischen Dienstsiegeln. Daneben werden Münzen für das Ausland geprägt, Medaillen und Marken hergestellt sowie sonstige Lohnaufträge ausgeführt.
 

Münchner Stadtgründungsurkunde"Münchner Stadtgründungsurkunde" ausgestellt zu Augsburg am 14. Juni 1158

Kaiser Friedrich I. Barbarossa entscheidet den Streit zwischen dem Freisinger Bischof Otto und Herzog Heinrich (d. Löwen) von Bayern und Sachsen wegen des Marktes zu "Verigen" (Oberföhring) und "Munichen" (München). Der Bischof erhält für die Zerstörung des Marktes, der Zollbrücke und der Münze, die dem Bischof gehört haben, als Entschädigung ein Drittel vom Marktzoll zu "Munichen". Die Münzstätten sollen dann beide, der Bischof und der Herzog, errichten, wo sie wollen.

 

RändelwerkRändelwerk (Kräuselwerk)

Ende des 17. Jahrhunderts wurde das Rändelwerk in die Münztechnik eingeführt. Mit ihm wurden die Ränder von Münz- oder Medaillenplatten mit erhabenerer Schrift, Verzierungen oder einfachen Kerbungen versehen, um die Münzen oder Medaillen gegen Beschneiden oder Befeilen zu schützen. Durch Drehen des Rades wurde der Schieber über eine Zahnradübersetzung gegenüber dem fest montierten Rändeleisen hin- und herbewegt. Dadurch wurde die Münz- oder Medaillenplatte zwischen beiden Werkzeugen hindurchgezwängt und in den Plattenrand Schrift, Verzierung oder Kerbung geprägt.

 

BalkenwaageBalkenwaage (Hebelwaage)

In der Münzprägung werden Balken- oder Hebelwaagen zur Gewichtsbestimmung und Kontrolle von Münzwerkstoffen, Halbzeugen, Münzplatten und Münzen verwendet. Die ausgestellte Waage wurde für die Kontrollwägung von Platten und Münzen bis zu einer Höchstlast von rund 50 kg eingesetzt. Bei einer Abweichung von nur einem Gramm schlug der Zeiger bereits deutlich erkennbar aus. Erst um 1975 wurden diese Waagen von vollautomatischen Zählmaschinen und in den Prägepressen installierten elektronischen Zählwerken abgelöst.

 

LaborwaageLaborwaage

Das Münzgewicht war von der Antike bis zur Neuzeit ein wesentlicher Faktor um den Wert und somit die Echtheit der Münze zu bestimmen. Auch heute werden Münzrohlinge bei der Wareneingangsprüfung auf die Einhaltung des spezifizierten Gewichts geprüft. Speziell hochwertige Materialien wie Gold und Silber werden mit hoher Genauigkeit analysiert.

GewichtssätzeWährend Mitte des 20. Jhdt., wie das Ausstellungsstück zeigt, mit Gewichtssätzen und hochkomplizierten mechanischen Waagen gewogen wurde, bestimmen mittlerweile hochempfindliche elektronische Systeme den Stand der Technik.

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